Presseartikel des General-Anzeigers vom 08.10.2011

"Essen lernen fürs Leben"

 
Siegburg. (otn) Bananen, Himbeeren und Orangensaft, mehr braucht es nicht für einen optisch und geschmacklich stimmigen Begrüßungscocktail. Den gab es am Donnerstag für jeden Tagungsgast. Frisch zubereitet und serviert von den jungen Kräften von "King food", der Schulfirma der Troisdorfer Gemeinschaftshauptschule (GHS) Lohmarer Straße. Ebenso wie gesunde Snacks - vom Obstspieß über Pumpernickel-Ecken bis zur Rohkost.

Um gesunde Ernährung ging es denn auch während der "Gut-Drauf"-Fachtagung, zu der Kivi, der Verein zur Förderung der Gesundheit im Rhein-Sieg-Kreis, geladen hatte.

Bewegung, Entspannung und Essen sind die drei Säulen, auf denen die "Gut drauf"-Jugendaktion der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) fußt. Sie will ein gesundheitsförderndes Verhalten nachhaltig in den Alltag von Kindern und Jugendlichen integrieren und setzt dabei auf die Unterstützung von Schulen, Sportvereinen und Jugendeinrichtungen.

Mehr als 80 Vertreter aus jenen Bereichen konnte Hermann Allroggen, Sozial- und Gesundheitsdezernent des Kreises und Kivi-Vorsitzender, am Donnerstag im Kreishaus begrüßen. Sie nutzten die von der BZgA anerkannte Fortbildung, um sich intensiv mit der Ernährung und deren Bedeutung für ein gesundes Leben zu befassen.

"Essen lernen fürs Leben", hieß der einleitende Vortrag von Oecotrophologin Irene Noak, in welchem sie erläuterte, wie sehr Eltern und Betreuer das Essverhalten von Kindern beeinflussen. Sie zeigte überdies Wege auf, wie Schulen, Jugendarbeit und Sport positive Ernährungsgewohnheiten wecken und festigen können.

Ein positives Beispiel ist das "King food"-Projekt der Troisdorfer GHS Lohmarer Straße, die eine von insgesamt 45 Einrichtungen mit "Gut-Drauf"-Zertifikat im Kreis ist. Neunklässler servieren ihren Mitschülern in den Pausen gesunde, selbst zubereitete Snacks.

Wie kann Bewegung mit gesunder Ernährung verknüpft werden? Dieser Frage gingen die Tagungsgäste in einem von insgesamt drei Workshops nach. Überdies stand die Ausarbeitung von Speiseplänen und die Hygiene bei Schulfesten und Events im Fokus. Und zwischendurch stärkten sich die Gut-drauf-Multiplikatoren mit den gesunden Cocktails und Snacks der "Gut-Drauf"-Experten von "King food".

Bei der "Gut-Drauf"-Fachtagung sorgten die Experten von "Kingfood" für Köstlichkeiten. Foto: Holger Arndt


Extra-Blatt vom 10.02.2010, von Heidi Kaiser

Hauptschüler schlüpfen in ungewohnte Rollen

Sie kredenzten Dinner für Eltern, Lehrer und politische Vertreter

Troisdorf (hki). Um die Themen Benehmen, Respekt und Manieren ging es in einer Projektwoche für Achtklässler an der Hauptschule Lohmarer Straße.
Eine Woche lang trainierten die Jugendlichen unter Leitung von Erlebnispädagogin Neda Nasdall Körperhaltung, absolvierten Verhaltenstraining und lernten Walzer. Hauptaufgabe war die Organisation eines großen Banketts, das die Schüler als krönenden Abschluss auszurichten hatten.
Auf der Gästeliste standen Klassenkameraden, Eltern, Lehrer aber auch politische und städtische Vertreter, wie Bürgermeister Klaus-Werner Jablonski.
Wer an jenem Abend die neue Mensa betrat, erlebte eine große Überraschung. Was hatten sich die Jugendlichen in Schale geschmissen!
Junge Damen mit durchgestylter Friseur und Abendrobe saßen vornehm an den dekorativ gedeckten Tischen und auch die Lehrerschaft hatte sich fein gemacht und erwartete gespannt den Beginn des mehrgängigen Dinners.
Auf Kommando von Projektleiterin Neda Nasdall ging es los. Im Nu hatten die rund 130 Gäste einen knackigen Salat vor sich. Der Service war Aufgabe aller Projektteilnehmer, einige hatten sichtlich Spaß an der ungewohnten Rolle.
Als Hauptspeise gab es Hüftsteak mit Kartoffelgratin und Gemüse und abschließend ein köstliches Apfeldessert. "Gewürzt" wurde das leckere Menü mit Tischreden, einem türkischen Tanz und einer Walzerdemonstration.Für gleich zwei gute Zwecke liefen und radelten die 410 der Gemeinschaftshauptschule Lohmarer Straße

Pressemitteilung der Stadt Troisdorf vom 01.09.2009

Ungewöhnliche Berufsorientierung an der Hauptschule

Theaterszenen helfen Schülern bei der Berufswahl

Die Gemeinschafts-Hauptschule Troisdorf bietet ihren Schülerinnen und Schülern der Klassen 9 eine zweitägige Fortsetzung des theaterpädagogischen Berufswahl-Trainings an, das den Weg zum Traumberuf ebnen soll. Es wird durch Fördermittel des Innovationsprojekts „Zukunft fördern“ ermöglicht. Die Jugendlichen sollen ihr Wissen über die Berufswelt vertiefen, ihre Kompetenzen erkennen und ihre Kommunikationsfähigkeit verbessern. Die Theaterpädagoginnen Perpetua Keller und Heike Beutel inszenieren zusammen mit den jungen Schauspielern kleine Sketche und Szenen aus der Berufswelt. Schülerinnen und Schüler der Klasse 6 sind zeitweise als kritische Zuschauer dabei. Deutschlehrerin Tanja Schneider betreut mit Verve das ambitionierte Vorhaben. „Das Training mit Theater findet zum zweiten Mal statt und wir freuen uns, wie aufmerksam, ernsthaft und interessiert die Schülerinnen und Schüler mitmachen. Das erleben wir selten“, zeigt sich Regisseurin Heike Beutel begeistert. „Vielleicht wird eine Arbeitsgemeinschaft an unserer Schule daraus, dann können wir das Vorhaben langfristig durchführen“, überlegt Schulleiter Peter Martin. In dem Innovationsprojekt arbeiten die Bundesagentur für Arbeit, die NRW-Ministerien für Schule und Weiterbildung sowie Generationen, Familie, Frauen und Integration und die Stiftung Partner für Schule NRW zusammen. Auskunft erhält man in der Schule unter Tel. 02241/74347. Mehr zum Projekt „Zukunft fördern“ findet man im Netz unter www.partner-fuer-schule.nrw.de.

Peter Sonnet

Von Anna Buszello

Derzeit arbeiten die Theaterpädagogin Perpetua Keller und die Regisseurin Heike Beutel mit zwei neunten Klassen der Gemeinschaftshauptschule. Es geht um die anstehende Berufswahl. (Bild: Buszello)

In der Gemeinschaftshauptschule werden Schüler durch das Innovationsprojekt „Zukunft fördern“ auf das Leben nach der Schule vorbereitet. Ein Teil des Projektes ist ein Berufstraining, das die Züge eines Schauspiels hat.

TROISDORF - Den Traumberuf zu finden, das ist für Schüler keine leichte Aufgabe. Im Schulalltag bleibt Schülern oft keine Zeit, sich mit wichtigen Fragen auseinander zu setzen, etwa wie sie sich in der realen Arbeitswelt zurechtfinden können. Damit gerade Haupt- und Sonderschüler rechtzeitig eine Vorstellung von verschiedenen Berufsfeldern bekommen, haben die der Bundesagentur für Arbeit, die Landsministerien für Schule und Weiterbildung sowie Generationen, Familie, Frauen und Integration und die Stiftung „Partner für Schulen NRW“ gemeinsam das Innovationsprojekt „Zukunft fördern“ ins Leben gerufen. Diese Projekt besteht aus verschiedenen Modulen, die alle darauf hinarbeiten, Schüler auf das Leben nach der Schule vorzubereiten. Das Modul „Auftritt: Beruf!“ beinhaltet ein theaterpädagogische Berufswahl-Training, das den Weg zum Traumberuf ebnen soll. In Troisdorf hat sich die Gemeinschaftshauptschule an der Lohmarer Straße erfolgreich um die Fördermittel des Projektes beworben und kann nun ihren Schülern das Training anbieten. Derzeit arbeiten die Theaterpädagogin Perpetua Keller und die Regisseurin Heike Beutel mit zwei neunten Klassen zusammen. In Gruppen mit maximal fünfzehn Schülern üben die Frauen mit den Jungen und Mädchen Vorstellungsgespräche und Alltagssituationen in verschiedenen Berufen. So sollen die Jugendlichen ihr Wissen über die Berufswelt vertiefen, ihre Kompetenzen erkennen und zudem ihre Kommunikationsfähigkeit verbessern lernen. „Die Schüler sind total motiviert und haben viel Spaß an der Arbeit“, berichtet Perpetua Keller. Das sieht auch Schulleiter Peter Martin. Er möchte das Projekt an der Schule fortführen. „Wir wollen das Training gern als wöchentliche Arbeitsgemeinschaft für Schülern anbieten“, sagt Martin. „Die Schüler sollen wissen, was später auf sie zu kommt.“ Und wenn Berufswahl-Training so viel Spaß macht, sind die Schüler sich auch in Zukunft mit Begeisterung dabei.

Extra-Blatt vom 13.05.2009

Mit viel Elan dabei

Schüler liefen und radelten für zwei gute Sachen rund um den Hirschpark

Troisdorf (ms) Für gleich zwei gute Zwecke liefen und radelten die 410 Schüler der Gemeinschaftshauptschule Lohmarer Straße.

Foto: Steffan

Rund um den Hirschpark führte die Strecke, bei der es galt, so viele Runden wie möglich zu absolvieren. Gelaufen und geradelt wurde im Team. Ein Radfahrer und ein Läufer starteten gemeinsam und wechselten sich unterwegs beliebig ab. Start und Ziel sowie die Verpflegungsstation der schuleigenen Schülerfirma "Kind Food" befanden sich neben der Burg Wissem. Sponsoren, die pro Runde 50 Cent oder mehr spendeten, hatten die Schüler in den Tagen zuvor geworben. Der Erlös geht zu 50 Prozent an das Unicef-Bildungsprojekt "Schulen für Afrika". Die anderen 50 Prozent werden für die Zertifizierung zur "Gut-drauf-Schule" genutzt. "Die Schüler sind mit Elan dabei", lobte Natascha Kierdorf, zweite Konrektorin und Sportlehrerin.

Die Patin hört zu und hilft Probleme lösen

Diakonisches Werk sucht Paten für den Berufseinstieg von Schülern

Rhein-Sieg-Kreis/Troisdorf (cob). "Meine Patin interessiert sich für mich und hört mir zu. Ich kann viel mit ihr besprechen", so beschreibt eine Schülerin der Gemeinschaftshauptschule Lohmarer Straße den Kontakt zu ihrer Begleiterin auf Zeit.

Bundestagsabgeordnete Elisabeth Winkelmeier-Becker und Landtagsabgeordneter Michael Solf informierten sich über das Diakonie-Projekt "Pfau - Paten für Ausbildung" an der Gemeinschaftshauptschule in Troisdorf.

Beide nehmen am Projekt "Pfau-Paten für Ausbildung" des Diakonischen Werkes an Sieg und Rhein teil. Ziel ist es, Jugendlichen den Weg ins Berufsleben zu erleichtern. Vertreter der Diakonie, Schulleiter, Lehrer, ehrenamtliche Paten und Schüler trafen sich jetzt mit den Abgeordneten Elisabeth Winkelmeier-Becker und Michael Solf. 38 Jugendliche werden derzeit von 27 ehrenamtlichen Paten beim Übergang von der Schule in den Beruf begleitet wussten Mia Trapp und Angela Schumacher zu berichten. Die ehrenamtlichen Koordinatorinnen von "Pfau",an der Realschule Heimbachstraße und der Gemeinschaftshauptschule Lohmarer Straßeerklärten, dass die Paten in erster Linie "Interesse an jungen Menschen" mitbringen müssen. Ein Pate erzählt: "Es macht Freude zu sehen, wie meine Patenkinder durch die Begleitung orientierter sind und einen guten Weg in ihre Zukunft finden." Birgit Binte-Wingen, Leiterin der Freiwilligen-Agentur, betonte, dass die Grundlage für die erfolgreiche Patenschaft neben gegenseitigem Vertrauen auch die langfristige Begleitung sei. "Die Paten unterstützen Schüler nicht nur im letzten Schuljahr sondern noch mindestens ein weiteres Jahr. So können eventuelle Schwierigkeiten beim Berufseinstieg aufgefangen werden. Das sehen auch potenzielle Ausbildungsbetriebe gern." Ähnliche Projekte sind für die Realschule in Niederkassel und die Hennefer Förderschule "Schule in der Geisbach" in Planung. Dafür sucht die Freiwilligen-Agentur engagierte Paten. Interessenten wenden sich an das Diakonisches Werk, Freiwilligen-Agentur, Birgit Binte-Wingen, 02241-1462871 und dw-fa@ekasur.de.

Rhein-Sieg-Anzeiger vom 15.01.2009

Tanz um das Vorstellungsgespräch
von Katrin Ahmerkamp, 15.01.09

Simona Furlani entwickelt mit Schülern des Tannenbusch-Gymnasiums Choreografien über ihren Alltag

Bonn-Tannenbusch - Wie könnte meine Zukunft aussehen? Keine leichte Frage - auch nicht für Kartenleger oder andere Wahrsager. Schüler aus dem Grundkurs Sport der Jahrgangstufe 11 des Tannenbusch-Gymnaiums haben sich in Zusammenarbeit mit Jugendlichen der Klasse 10 der Gemeinschaft-Hauptschule Troisdorft Gedanken zu genau diesem Thema gemacht und sie in einem Tanztheater für die Bühne umgesetzt.

Im August hat die Arbeit an dem ehrgeizigen Projekt begonnen, geleitet von Tanz- und Theaterpädagogin Simona Furlani. Zuerst haben die Jugendlichen ihre eigenen Wünsche für die Zukunft formuliert. Interviews mit Vertretern der verschiedener Berufszweige schlossen sich an - beispielsweise mit Intendant Klaus Weise oder Schulleiter Wolf Hellberg. Gemeinsam mit Furlani und den Lehrerinnen Christine Scheffler vom Tabu und Natascha Kierdorf aus Troisdorf haben die Schüler dannn eine Collage aus verschiedenen Szenen entwickelt

Der wahnwitzige Wettlauf von Bewerbern in einem Vorstellungsverfahren wird ebenso unter die Lupe genommen wie das Thema Zwangsheirat - letzteres in einem unter die Haut gehenden Rap. Durch den Einsatz verschiedener Medien bekommt die Szenenfolge Farbe und Dynamik, mal wird live gesungen, mal kommt die Musik aus der Konserve, es wird mit Farbe gesprüht, Papier geformt oder Filmsequenzen eingeblendet. "Das Projekt möchte die Jugenlichen animieren, sich aktiv mit sich selbst und ihrer beruflichen Sitiuation zu beschäftigen und durch die Annäherung an Theater und Tanz neue Fähigkeiten und Ausdrucksmöglichkeiten zu finden", erläutert Furlani, Mitarbeiterin der Projekts "Kultur und Schule" des Landes-Tanz-Büros NRW. Abgesehen davon macht es den Schülern Spaß. "Ich fand es gut, verschiedenen Choreografien zu lernen", sagt Olivia. Bea gefällt die Auseinandersetzung mit dem aktuellen Thema, "besonders jetzt, wo zwei Jahrgänge gleichzeitig Abi machen". Premiere ist am Donnerstag, 22. Januar, um 19.00 Uhr in der Aula des Tabu, HIrschberger Straße. (...)

Die „praktische Intelligenz“
von Johannes Schmitz, 02.09.08

Die Hauptschule Lohmarer Straße in Troisdorf weiht einen neuen Anbau für den ganztagsunterricht ein. Die Schülerfirma „King-Food“ tischt nun das Essen für die Gäste auf. Das gebäude kostete drei Millionen Euro.

Troisdorf - „Super.“ - „Klasse!“ - „Voll geil, Alter.“ Das Urteil der jungen Leute ist vielstimmig, doch eindeutig: der neue Anbau an ihre Schule gefällt ihnen, auch wenn gerade kein Lehrer in der Nähe ist. Und im eigens für die Eröffnungsfeier einstudierten Begrüßungs-Rap singen die jüngeren Hauptschüler von der „schönsten Schule der Welt“ und meinen damit ihre.
An der Lohmarer Straße, direkt neben der kürzlich rund erneuerten Rundsporthalle am Elsenplatz, ist ein Schulbau entstanden, der mit seiner rot verblendeten Fassade etwas her macht. Fast drei Millionen Euro haben das Land und die Stadt in den neuen Bautrakt gesteckt.

Bürgermeister, Regierungspräsident, Fotografen: Große Aufregung herrschte gestern bei den Mädchen und Jungen der Hauptschule Lohmarer Straße. Der neue schicke Anbau wurde in Betrieb genommen.

Das bildungspolitische Ziel ist klar: „Wir brauchen unsere Hauptschulen“, sagt Bürgermeister Manfred Uedelhoven und vertritt damit die konservative Sicht seiner Partei der CDU, die an der Jahrhunderte alten Dreiteilung der Schülerschaft festhalten will. Denn in der Hauptschule werde die „praktische Intelligenz“ gefördert, so Uedelhoven. Und solche Leute brauche das Handwerk, so der Jurist.
An der Lohmarer Straße bleibt es aber nicht bei schönen Worten, „Praktische Intelligenz“, wird hier passend zu den Anforderungen der Wirtschaft berufsvorbereitend praktiziert. Und so tischt die Schülerfirma „King-Food“ das Essen für die Gäste auf, unter denen sich neben der Troisdorfer Verwaltungsspitze auch Regierungspräsident Hans Peter Lindlar (CDU) befindet. Und einige Dutzend Jung-Unternehmer, Schüler der zehnten Klassen.
Mit finanzieller Unterstützung des Landes kann an der Lohmarer Straße auch noch eine weitere Schüler-Firma gegründet werden. Sie trägt den Namen „das goldene Handwerk“. Deren Mitglieder streichen nicht nur Klassenräume und Fassaden, sie werden bald auch in die Branchen Fahrradreparatur und Holzverarbeitung einsteigen, wofür es eigene Werkstätten gibt.
Mit dem jetzt in Betrieb genommenen Anbau sind die Voraussetzungen dafür geschaffen, dass ab dem Schuljahr 2011 / 2012 alle Schüler den ganzen Tag in der Schule bleiben. Das neue Gebäude enthält eine neue Küche und eine Mensa mit fast 150 Plätzen. Für das Essen sorgen „King-Food“-Schüler, die mit den Räumen sehr zufrieden sind. „Alles perfekt“, sagt die 17-jährige Jana. Ihre Kollegen nicken.
Im Obergeschoss sind ein neues Lehrerzimmer und einige Lernräume untergebracht. Beheizt wird der Anbau mit der bereits vorhandenen Holzhackschnitzel-Anlage. Die Schüler und Lehrer können also ein gutes Gewissen der Umwelt gegenüber haben, wenn sie im Winter nicht frieren.
Mit dem neuen Gebäude hat die Schule auch einen neuen Schulleiter bekommen: Peter Martin hält eine kurze Ansprache auf dem Schulhof, bevor er die Schülerunternehmer und die Gäste in die Mensa bittet. Und was er dann sagt, erntet Jubel: „Der Rest der Schüler hat frei.“

Lernen und Essen im roten Anbau

von Dieter Krantz, 03.09.08, 07:09h

TROISDORF. Über ein Jahr lang hatten an der Hauptschule Lohmarer Straße Bagger und Baumaschinen das Sagen, drei Millionen Euro sind in der Zeit dort investiert worden. Gestern wurde der leuchtend rostrote Anbau offiziell seiner Bestimmung übergeben. Errichtet nach Plänen des städtischen Architekten Wolfgang Soppa, wurde im Erdgeschoss die Küche und eine Mensa mit 140 Plätzen eingerichtet; auch die neuen Toiletten für die gesamte Schule sind hier untergebracht. Im ersten Stock entstanden Gruppenräume für die Schüler, Unterrichtsräume und auch das neue Lehrerzimmer. Auf dem Dach wurde eine Photovoltaikanlage installiert, außerdem ist der farbenprächtige Erweiterungsbau an die bestehende Holzhackschnitzelheizung angeschlossen.
Mit der gestrigen Übergabe des Neubaus, zu der der neue Schulleiter Peter Martin sogar den Regierungspräsidenten Hans-Peter Lindlar begrüßte, sind auch räumlich alle Voraussetzungen für den Ganztagsbetrieb der Hauptschule erfüllt. Der hatte schon im Schuljahr 2006 / 2007 mit drei fünften Klassen begonnen; bis zum Schuljahr 2011 / 2012 werden alle Jahrgangsstufen ganztägig unterrichtet.


Rhein-Sieg-Anzeiger vom 09.11.2007

Auf dem Weg zum Ganztagsbetrieb

Troisdorf - "Die Schule kriegt ein neues Haus, noch sieht es zwar nicht fertig aus, die Wände stehn, es hat ein Dach, ne Menge Leute machen Krach ..." - die Fünftklässler der Hauptschule Lohmarer Straße legten sich mit einem Rap musikalisch mächtig ins Zeug, als jetzt Richtfest für einen neuen zweistöckigen Anbau gefeiert wurde. 2,7 Millionen Euro plant die Stadt bis April kommenden Jahres zu investieren, dann wird das Gebäude Platz für eine Mensa mit 140 Stühlen bieten. Hinzu kommen Räume für Küche, Lager und Büros, in denen sich die Schülerfirma „King Food“ um die Verpflegung der Kids kümmert. Auch neue Toiletten entstehen im Erdgeschoss, während die obere Etage für Lehrerzimmer und Gruppen- sowie Unterrichtsräume vorgehen ist. Das Dach wird mit einer Begrünung versehen. Der Neubau wird an eine Holzhackschnitzelanlage angeschlossen, erhält eine Photovoltaik-Anlage und soll neuesten Energie-Richtlinien entsprechen.


Richtfest: 2,7 Millionen Euro investiert die Stadt in einen neuen Anbau für die Hauptschule Lohmarer Straße.

Die Erweiterung war nötig geworden, weil die Hauptschule nach und nach auf Ganztagsbetrieb umgestellt wird. Bis 2011 / 2012 sollen alle Schüler bis in den Nachmittag hinein unterrichtet werden können. Die Hauptschule war eine von wenigen in Nordrhein-Westfalen, die im vergangenen Jahr einen positiven Bescheid für den Ganztagsbetrieb erhalten hatten. Bürgermeister Manfred Uedelhoven betonte in seiner Ansprache, dass der Neubau derzeit die größte städtische Baustelle sei. „Es gibt nichts Schöneres, als eine Stadt voller Kräne. Dann sieht man, dass etwas passiert“, so Uedelhoven. (ah)


Troisdorfer Extra-Blatt vom 14.11.2007

Richtfest wurde mit RAP eröffnet

Hauptschule Lohmarer Straße baut Ganztagsbetrieb aus

Rhein-Sieg-Rundschau vom 03.19.2008

Rhein-Sieg-Anzeiger vom 19.03.2008

Troisdorf -
"Unsre Schule kriegt´n neues Haus - noch sieht es zwar nicht fertig aus..." - Mit einem selbst komponierten RAP eröffneten Fünftklässler der Hauptschule Lohmarer Straße das Richtfest für ihr neues Gebäude.



Der zweistöckige Anbau war nötig geworden, da die Hauptschule als eine der wenigen in Nordrhein-Westfalen nach und nach auf den Ganztagsbetrieb umstellt. Begonnen wurde bereits im vergangenen Schuljahr - bis 2011/2012 sollen alle Schüler bis nachmittags unterrichtet werden. Bislang findet die Mittagsverpflegung behelfsmäßig in den vorhandenen Räumen statt - künftig wird die Mensa ihren Platz im Erdgeschoss des neuen Anbaus haben. Dort wird sich auch die Küche befinden, die für den Betrieb der Schülerfirma "King Food" mit Spül- und Kochbereich, Lager- und Büroraum ausgestattet ist. Auch der neue Toilettenbereich für die gesamte Schule entsteht im Erdgeschoss, während oben Platz für ein neues Lehrerzimmer sowie verschiedene Gruppen- und Lernräume vorgesehen ist.

Die knapp drei Millionen Euro teure Baumaßnahme verfügt über eine Photovoltaikanlage und erhält eine Dachbegrünung. Der Erweiterungsbau wird an die bereits vorhandene Holzhackschnitzelanlage angeschlossen. Bis April 2008 soll das Gebäude komplett fertig gestellt sein.

(hki)

Rhein-Sieg Rundschau vom 2. Februar 2008

Auf dem Mädchensofa in den Ruhestand

Schüler und Kollegen verabschieden Troisdorfer Schulleiterin Helgrid Heinrich

Sie hat "große Flugangst", äußerte Helgrid Heinrich, bevor sie an Bord des Fluges HE 0101 ging. Immerhin kannte sie das Ziel der Überraschungsreise, die Kollegen und Schüler vorbereitet hatten: Ruhestand, denn die Leiterin der Hauptschule Lohmarer Straße in Troisdorf geht in Pension. An Weiberfastnacht hatte die 65-jährige ihren letzten Arbeitstag.

"Weil wir sie sehr wertschätzen", so Marion Kirchhoff, hatten die Kollegen die Verabschiedung seit September geplant. Hatten Texte geschrieben und einstudiert, Kostüme und Requisiten besorgt. Am Morgen hatte Michael Neubert die Rektorin zu Hause abgeholt und im Wagen zur Schule chauffiert. Im Lehrerzimmer nahm Heinrich gemeinsam mit ihren Konrektoren Natascha Kierdorf und Hanno Kargl ein leichtes Frühstück ein, während sich in der Aula die übrigen "Passagiere" versammelten: Vor allem aktive und ehemalige Kollegen, Schulleiter zahlreicher Troisdorfer Schulen, aber auch Vertreter der Schulverwaltung in Stadt und Rhein-Sieg-Kreis.

Unter Tränen der Rührung betrat die so geehrte das "Flugzeug", vorsichtshalber lagen Taschentücher schon am Sitzplatz bereit. Ein Sitzplatz der ganz besonderen Art übrigens: Das Jungmädchensofa, das Helgrid Heinrich seit Jahrzehnten in ihrem Dienstzimmer stehen hatte, war von den Kollegen in die Aula geschleppt und mit einem hellblauen Überzug "aufgepeppt" worden. Umrahmt  von ihren Konrektoren nahm Heinrich darauf Platz und verfolgte das bunte Programm: Mit dabei, und das war wohl die größte Überraschung, die Mitglieder einer von Helgrid Heinrich selbst geleiteten Turngruppe, die eine eigene Nummer aufführten. Auch die ehemalige Mentorin aus Heinrichs Zeit als Junglehrerin meldete sich - per Tonbandaufnahme, da sie wegen eines Urlaubs in Ägypten nicht selbst nach Troisdorf kommen konnte. Zum Glück gab es auch ganz viel Humor, so dass irgendwann nicht mehr zu erkennen war, ob die beliebte Rektorin Lachtränen oder Tränden der Rührung aus den Augen wischte.

von DIETER KRANTZ

 

Rhein-Sieg-Anzeiger vom 07.09.2009

Die Suche nach dem Traumberuf